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Char B1 bis

Der Char B1 bis:

Char B1 bis

Char B1 bis

Unter der Leitung des berühmten Repräsentanten der französischen Panzertruppe, General Estienne, forderte die Abteilung Technik der Kampfwagen in 1921 fünf Firmen auf, den Prototyp eines Panzers zu entwickeln, der 15 Tonnen wiegen und mit einer auf der Wanne eingebauten 47mm oder 75mm-Kanone ausgerüstet werden sollte. 1924 wurden in Rueil drei Modelle vorgestellt, und drei Jahre später wurde der Auftrag erteilt, drei Typen bei drei Firmen zu konstruieren. weiter lesen

Die Panzerung von Panzern

Was wäre ein Panzer ohne Panzerung? Allein der Name wäre dann schon nicht mehr vorhanden. Auf Englisch wäre der tank allerdings immer noch der tank, auch wenn die armor als Wort wegfallen würde. Genug der sprachlichen Verwirrtheit. Welche Panzerung gibt oder gab es?

Stahl:
In den ersten Jahrzehnten des 20.Jahrhunderts wurde die Stahlpanzerung in großen Stahlfabriken in Bleche gewalzt, in Form geschnitten, dann zusammengebolzt und -genietet. Die militärischen Mächte in den kleinen Kriegen der dreißiger Jahre und zu Beginn des Zweiten Weltkrieges stellten allerdings fest, dass Erschütterungen von Beinahe-Treffern und Nicht-Durchdringungstreffern häufig die Bolzen herausschlugen. Diese flogen im Innern des Fahrzeuges mit tödlicher Wirkung umher.

Danach wurden die Platten zusammengeschweißt, oder, noch besser, in einem Stück gewalzt.

Heute wird die Panzerung für Tanks in wenigen, vieltonnigen Stücken geformt. Der Gieß- und Bearbeitungsprozess bewirkt eine spezielle Verhärtung an der Außenfläche. Diese gehärtete Fläche kann Granaten zurückwerfen oder solche mit Sprengköpfen zerschmettern. Der etwas weichere Stahlkern bewirkt, dass eine Durchdringung der Oberfläche nicht ein Zerspringen der Panzerung bewirkt. Die Innenseite der Form ist üblicherweise mit einer „Tapete“ aus Kevlar oder einem ähnlichen ballistischen Material beschichtet. Und zwar deswegen, weil Panzerungsdurchschläge häufig kleine Bruchstücke der Panzerung (Splitterung) und der Granate im Inneren umherwirbeln. Das ballistische Material soll alle bis auf die größten Bruchstücke „auffangen“ und dadurch das Ausmaß an Verletzungen und Beschädigungen, das durch eine Durchdringung bewirkt wird, verringern.

Geneigte & gerundete Panzerung:
Seit dem berühmten T-34 (zuerst 1941 produziert) haben alle Panzer geneigte Panzerungen verwendet um die effektive Dicke ihrer Panzerung sowie die Abprallwahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Eines der ersten Gegenmittel gegen HEAT-Sprengkörper bestand darin, die Form der Panzerplatten weiter zu verändern. Anstelle von ebenen Platten wurden in den 1950ern die neuen Panzerrümpfe und -türme in gerundeten Formen gegossen. Gerundete Panzerung erhöht die Chance, dass Granaten abprallen, oder dass zumindest der HEAT-Gasstrahl die Panzerung in einem solchen Winkel trifft, dass der Strahl nach außen verpufft, anstatt durch die Panzerung zu brennen. Ein ‚Treffer im rechten Winkel war natürlich weiterhin tödlich.

Ein wesentlicher Faktor für die Wirksamkeit einer Panzerung ist der Neigungswinkel der Frontpanzerung:

  • Liegt der Neigungswinkel bei 60° oder darüber, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein Projektil von der Oberfläche der Panzerung abprallt und dabei keine oder aber nur geringe Beschädigungen verursacht.
  • Durch den Neigungswinkel wird die Menge der Panzerung bestimmt, die ein SABOT oder HEAT-Geschoss durchstoßen muss, um in das Innere des Panzers vordringen zu können.

Als Faustregel gilt: je größer der Neigungswinkel, desto größer der Schutz des Panzers, bzw. der Panzerung.Im Laufe der Geschichte wurde der Neigungswinkel gravierender Bestandteil der Panzerplanung:

  • Im ersten Weltkrieg lag der Neigungswinkel bei fast allen Fahrzeugen bei 0°.
  • Im zweiten Weltkrieg hatten die Frontpanzerungs-Neigungswinkel bereits Werte um 45° bis 60°
  • Moderne Kampfpanzer haben durchgehend Neigunswinkel um 80°.

Kleines Beispiel: Ein Panzer mit einer Panzerplattenstärke von 200mm und einem Neigungswinkel von 70° hat eine effektive Materialstärke von 584mm, die ankommende Geschosse überwinden müssen.

Kompositpanzerung:
Chobham- und Kompositpanzerungen wurden in den späten 1970ern erfunden. Obwohl die Materialien und die Erzeugung geheim bleiben, scheint es doch so zu sein, dass diese Panzerung aus Schichten von Metallen mit hoher Stärke und Dichte kombiniert mit hitzebeständigen Kunststoffkeramiken besteht. Die nichtmetallischen Schichten wirken vermutlich als Hitzeabsorber oder -reflektor, die die Temperatur des Gasstrahls viel schneller als Stahl reduzieren. Dadurch dringt der Strahl nicht so tief ein.

Chobham & andere Kompositpanzerungen:
Verbundmetallpanzerung besitzt eine harte Stahloberfläche wie normale Panzerung. Aber darunter sind verschiedene Schichten aus Metallen und Keramikmaterialien. Bei den modernsten M1A1 besteht die erste Innenschicht aus verdünntem Uran, eine Substanz, die etwa 2,5 mal so dicht wie Stahl ist. Darunter befinden sich verschiedene Schichten aus Stahl und Keramik. Keramik widersteht Hitze besser, während Stahl kinetische Energie besser absorbiert. Der Gesamteffekt ist eine Panzerung, die genauso gut wie konventioneller Stahl kinetischer Energie widersteht, und die die heißen Gasstrahlen der HEAT-Munition so gut absorbiert, dass die meisten dieser Waffen wirkungslos sind. Die letzte innere Schicht der Panzerung besteht zweifellos aus speziellem Metall oder Kunststoff, die die Splitterung, ähnlich wie der ballistische „Tapetenstoff“ begrenzen. Die genaue Zusammensetzung der Chobham-Panzerung ist vermutlich komplexer als eine einfache Beschichtung. Die Keramiken sind vermutlich in Stahlwaben eingeschlossen, oder umgekehrt. Die Schichten können sich in komplizierten Mustern überschneiden oder ineinanderwickeln. Der Westen ist, was seine Geheimnisse betrifft, vorsichtig: sowohl die Firmen, die diese Panzerung herstellen, als auch Soldaten, die sie reparieren, müssen für die entsprechende Geheimhaltungsstufe freigegeben sein. Alle Kompositpanzerungen haben eine Eigenschaft gemeinsam: Sie werden als flache Platten hergestellt. Mit ihnen ausgekleidete Panzer müssen auf gerundete Formen verzichten und zu flachen Platten zurückkehren. Daher das sockelförmige Aussehen des M1, des Leopards und der vorderen Rümpfe der T-72/T-80 Serien.

Leichtgewichtslegierungen:
Einige leichte Tanks und die meisten leichten AFV haben Stahl durch leichtere Metall-Legierungen ersetzt. Aluminium ist die beliebteste. Die USA verwenden zum Beispiel Aluminiumpanzerungen in den M113- und M2/M3-Serien.

Die UdSSR verwendete sogar Magnesiumlegierungen für Teile der BMP-Serien. In beiden Fällen war die Wahl unglücklich. Diese Metalle haben einen viel tieferen Entzündungspunkt afs Stahl. Wenn sie durchschlagen wurden, entzündeten sich tatsächlich Metallsplitter der Panzerung, und brennendes Metall fliegt im Inneren des Fahrzeuges umher.

Im Afghanistankrieg waren lodernde BMP kein seltener Anblick. Natürlich sind die schlecht platzierten Benzintanks bei den BMP mit eine Ursache für das Inferno. Ähnlich wie bei Shermans im Zweiten Weltkrief wo man die Shermans auch mit dem Spitznamen ‘Ronsons’ oderr ‘Tommy Cookers’ versehen wurde. Wobei man wohl beim Sherman auch von einer urban myth diesbezüglich ausgehen muss. Das werden wir noch an anderer Stelle vertiefen.

Hotchkiss H-35

Hotchkiss H-39

Der Hotchkiss H-35:

 

Hotchkiss H-35

Hotchkiss H-35

 

 

Als die erste DLM (Division Légère Mécanique – leichte motorisierte Division) 1934 aufgestellt wurde, wünschte die französische Armee einen leichten Panzer, der mit dem mittelschweren Panzer SOMUA S-35 zusammenwirken sollte. 1934 bestellt die französische Infanterie einen leichten Panzer, dessen Prototyp 1934 von Hotchkiss fertiggestellt wurde. Dieser wurde jedoch von der Infanterie zu gunsten des Renault R-5 Panzers abgelehnt. Die Kavallerie nahm den Prototyp jedoch als leichten Panzer Hotchkiss Modell 35 H an, und später folgte dann doch noch die Infanterie für Ihre Division Cuirassées, die kurz vor dem Krieg aufgestellt wurde. weiter lesen

AMC 35

AMC35

Der AMC 35:

Renault baute den ersten Prototyp 1933 mit einer 37mm-Kanone und einem Turm des leichten Renault-Panzers FT17. Auf Grund der schlechten Ergebnisse wurde ein neuer Prototyp mit der Bezeichnung AMC Renault 34 YR gebaut. Dies war der erste französische Panzer mit einem 2-Mann-Turm. Er ermöglichte es dem Kommandanten seine Aufgabe des Panzerführens wieder zu übernehmen. weiter lesen

Flashpoint Germany – Was ich spiele

Beginn der Kampfhandlungen 0903h

Von Matrixgames ist vor ca. 5 Jahren das Spiel Flashpoint Germany erschienen. Es ist eine fiktive Simulation der Ereignisse eines Krieges zwischen Warschauer Pakt und der NATO in Deutschland und spielt im Jahr 1989. Das folgende Szenario „Advance Guard“ wird von mir als AAR (After Action Report) geschrieben. Man hat das Kommando über Bataillone oder Regimenter und kämpft dem Zeitalter entsprechend vorwiegend mit mechanisierter Infanterie und Panzern. Artillerie, Luftangriffe, chemische Kampfstoffe und taktische Nuklearschläge sind ebenfalls abgebildet und nehmen eine ziemlich wichtige Rolle ein um die jeweilige Doktrin umzusetzen. Im nachfolgenden AAR habe ich auf diese Optionen verzichtet. Flashpoint Germany bildet auch Electronic Warfare ab. Jeder Befehl und jede Rückmeldung Ihrer Truppen erhöht die Funkaktivität. Ab einer bestimmten „Lautstärke“ kann die Artillerie das Hauptquartier Ihrer Einheiten ausmachen und mit einem Artillerieschlag treffen. ÜBer dreißig Optionen kann man auswählen. Dazu gehören natürlich die Rundenlänge, Versorgung, Wetter, Fog of War, usw. weiter lesen

Renault R35

Renault R35

Der Renault R35

 

Renault R35

Renault R35

 

 

1934 meldete die französische Infanterie den Bedarf an, den FT-17 Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg zu ersetzen. Der neue leichte Panzer sollte 8 Tonnen wiegen und von 2 Mann zu bedienen sein. Eine Höchstgeschwindigkeit von 20km/h wurde gefordert. Die Panzerung wurde auf 40mm und die Bewaffnung auf eine 37mm-Kanone oder ein 7,5mm-Zwillings-Maschinengewehr festgelegt. Das vorgestellte Modell von Renault wurde unter der Bezeichnung ZM bzw. R-35 für die Produktion ausgewählt. Der Prototyp war mit einem 7,5mm-Zwillings-Maschinengewehr im Turm bestückt. Das Laufwerk basierte auf dem des Renault AMR. weiter lesen

Panzertaktik – Angriff

Vor dem Angriff ist aufzuklären

Bevor ein Angriff stattfindet, muss man erstmal wissen, wo sich der Feind aufhält. Es gilt, den Feind zu entdecken. Die gebräuchlichsten Arten zur Erkundung sind Satelliten- und Luftaufklärung, Spähpanzer- und Spähtruppeinsatz. Selbstverständlich kann man auch kurz aus dem Panzer aussteigen und das Gefechtsfeld aufklaren, dies ist aber nur für einen einzelnen Panzer empfehlenswert, wenn überhaupt. Sind Satelliten- oder Luftaufklärung aus welchen Gründen auch immer, nicht oder in nicht ausreichender Anzahl vorhanden, muss man mit IFV bzw. mechanisierter Infantrie aufklären. weiter lesen

Somua S35

Der Somua S35:

 

S35 Somua

S35 Somua

In den frühen 30er Jahren meldete die französische Kavallerie den Bedarf für einen Panzer an, der als AMC (Auto-Mitrailleuse de Combat) bezeichnet werden sollte. Ein Fahrzeug welches diesen Anforderungen entsprach wurde von SOMUA (Socièté d’Outillage Mécanique et d’Usinage d’artillerie) in Saint Quen gebaut. Nach der Erprobung wurde dieser Typ bei der Kavallerie unter der Bezeichnung AMC SOMUA AC-3 in Dienst gestellt. weiter lesen

Französische Panzer

S35 Somua
FS35 Somua

FS35 Somua

Während des Ersten Weltkrieges baute Frankreich drei Panzer in größerer Zahl: den 2-Mann-Panzer Renault FT-17 (über 4.000)und die Saint Charmond und Schneider Sturmpanzer (je 400). Obwohl die Entwicklung der Panzer sowohl für die Kavallerie als auch für die Infanterie fortgesetzt wurde, wurden 1920 die Panzer der Infanterie zugeteilt. weiter lesen

Panzerzug – Formationen

Gleich vorweg: dies ist keine Liste oder Aufstellung wie sich Panzerdivisionen von einer Kompanie an aufgliedern. Es werden hier Formationen für den Panzerzug aufgeführt. Wer auf der Suche nach Organisations- und Einheitslisten ist, muss auf google nachschlagen. In weiteren Folgen beschäftigen wir uns mit dem Kampf an sich. weiter lesen

A27 – Cromwell

Cromwell

Der A27 – Cromwell:

Cromwell

Cromwell

Den Luxus während eines Kriegs einen Panzer zu testen kann sich eigentlich keine kriegführende Nation leisten, schon gar nicht England zu Zeiten des 2.ten Weltkriegs. Dennoch wurde der Cromwell bis ins Jahr 1943 getestet. Erst dann kam er in die Serienreife. weiter lesen

A13 Mk II – Cruiser Mark IV

Cruiser Mk IV

Der Cruiser Mark IV; A13 Mk II:

Cruiser Mk IV

Cruiser Mk IV

Der Cruiser Mark IV stammt direkt von einem Christie-Panzer ab, der 1936 in den USA gekauft wurde. Morris Motors hatte den Auftrag, den Christie umzubauen und kampftüchtig zu machen. Für diesen Zweck musste man eine neue Wanne und einen besseren Turm bauen. weiter lesen

A22 – Churchill

Churchill A22

Der „Churchill“ A22

Churchill A22

Churchill A22

Der Churchill sollte den Matilda II ersetzen, der ja nun auch nicht den Erfolg brachte den man sich von ihm erwartete. Dem Protyp wurde die Nummer 20 gegeben und die Planungsarbeiten begannen 1939 in Belfast. Bis Juni 1940 waren erst 4 Prototypen fertiggestellt als Vauxhall Motors die Produktion des A22 übernahm. Der A20 konnte als Grundlage dienen und ersparte einiges an Enwicklungszeit. Dennoch konnte die Bedingung des britischen Generalstabes den Panzer in nur 1 Jahr fertigzustellen nur knapp, und dann auch nur mit Problemen, eingehalten werden. Nach 7 Monaten lief das erste Versuchsmodell, nach weiteren 4 Monaten die ersten Serienfertigungen die Bänder herunter. weiter lesen

Crusader

Der englische Crusader Panzer:

Crusader

Crusader

Der 19 Tonnen schwere Crusader wurde wie schon der Covenanter vor ihm direkt vom Reißbrett erstellt. Auch diesmal resultierte dieses Vorgehen in erheblichen Mängeln.

Der Crusader hatte seinen ersten Einsatz im Juni 1941 bei der Operation Battleaxe, dem missglückten britischen Angriff zweier Spitzen auf Sollum und den Halfaya-Pass in der nordafrikanischen Wüste. Es sind wohl mehr Crusader auf Grund mechanischer Defekte ausgefallen als von deutschen Panzern vernichtet wurden. weiter lesen

A12 – Matilda II

Der A12 – Matilda II:

Matilda II - A12

Matilda II - A12

Bereits als sich der Matilda I im Prototypstadium befand, überlegte man im britischen Kriegsministerium ob man nicht diesen Panzer wirklich so umbauen könne, wie es der Generalstab haben wollte. Dieser wollte nämlich einen Matilda I mit stärkerer Panzerung und einem leistungsfähigeren Geschütz. Man ging hierbei wieder von einer Panzerklasse aus: das zu fertigende Panzermodell sollte stark genug sein Panzerabwehrfeuer zu überstehen und so bewaffnet sein, dass es die begeleitenden Infanterie mit starkem Feuer unterstützen konnte. weiter lesen