Panzerkampfwagen II – PanzerII

Panzerkampfwagen II – PanzerII

Als ersten wirklich für den Kampfeinsatz geplanten Panzer baute MAN 1935 einen Panzer der stärker, besser bewaffnet und gepanzert war als der PzKpfw I und die Bezeichnung Panzer II/PzKpfw II erhielt.Etwa 100 Fahrzeuge mit der Bezeichnung a1,a2 und a3 wurden vor Anlaufen der Serie A hergestellt.

Die Wanne war aus vergütetem Schweißstahl, an der Stirnseite 35mm dick, an den Seiten und an der Rückseite 14mm bzw. 20mm. Der Turm war auch 35mm dick an der Vorderseite, 16mm an den übrigen Seiten. Der Motor war im hinteren Abschnitt, der Antrieb führte durch den Kampfraum über den Getriebekasten zum Vorderantrieb. Das Schaltgetriebe war handelsüblich mit 6 Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang. Die Steuerung erfolgte durch Betätigung der Kupplungshebel und der Bremsen. Der Fahrer saß von der Mitte nach links versetzt. Der Turm war auch etwas von der Mitte nach links versetzt und lag über dem Kampfraum.

Die Bewaffnung war zwar im Vergleich zum PzKpfwI verbessert worden, die 2cm-Kanone war aber nicht sehr wirksam, trotz der hohen Feuergeschwindigkeit. Die Sicht aus dem Turm war sehr eingeschränkt und die Zielbekämpfung schwierig. Alle Ausführungen waren aber mit Funkgeräten ausgestattet was die Führung der Fahrzeuge im Kampf vereinfachte. Das Laufwerk bestand aus fünf Laufrollen die an 1/4-elliptischen Blattfedern hingen. Das Leitrad war hinten und das Antriebsrad vorne. Das Laufwerk war sehr leistungsfähig und trotz der bescheidenen Motorleistungen war der PzKpfw II manövriertüchtig und beweglich.

Die B- und C-Version waren im Grunde ähnlich, hatten aber verbeserte Sichtgeräte für die 3Mann-Besatzung. Die Ausf. C hatte eine von 15mm auf 30mm verstärkte Stirnpanzerung.

Die abschließende Entwicklung des PzKpfw II war die Ausf. L „Luchs“, der von einem Panzerkampfwagen zu einem Panzerspähwagen umklassifiziert wurde. Die letzten Modelle der Ausf. L hatten eine 5cm-KwK 39L/60 anstelle der unterlegenen 2cm-Kanone.

Trotz der Grenzen die dem PzKpfw II gesetzt waren, war dieses Modell in den deutschen Panzerdivisionen weit verbreitet. Zuletzt wurde nur noch der Panzer II L als Spähpanzer eingesetzt, er bekam dafür auch den Spitznamen „Luchs“. Er erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 60km/h. Jeweils 100 Stück wurden mit 2cm- Kanone und 5cm-Kanone hergestellt. Im Jahr 1943 wurde die Produktion eingestellt.

Einsatzzeit: 1936-43

Bewaffnung: 1x2cm-KwK 38L/55, 1×7,92cm-MG

Besatzung: 3Mann

Gefechtsgewicht: 8,9Tonnen

Panzerung: Turm: 15-30mm, Wanne: 10-30mm

 

Related Articles

Über den Autor Alle Einträge sehen Website des Autors

Kommandant

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *