Combat Mission – Afrika Korps : Was ich spiele

 

Combat Mission – Afrika Korps (CMAK) ist ein ca. 6 Jahre altes Wargame, welches durch Battlefront.com progammiert und vertrieben wird. Ich habe die Serie bereits hier beschrieben. Der Nachfolger, Combat Mission Normandy ist in den Startlöchern und wird diesen Monat noch erscheinen. Mit moderner Grafik und verbessertem Gameplay. Wobei das Gameplay bei CMAK kaum zu verbessern ist. Wer ein AAR (auf englisch) zum neuen Combat Mission Normandy sehen möchte, sollte bei battlefront.com ins Forum reinschauen.
Auch wenn Combat Mission – Afrika Korps, wie der Name andeutet in Afrika (Tunesien, Libyen) spielt, ist auch der italienische Schauplatz (Sizilien, Süditalien) enthalten. Viele Szenarioautoren haben sich dies zu eigen gemacht und mit den vorhandenen Mitteln und dem exzellenten Szenarioeditor die Schauplätze z.B. auch in die Normandie ausgeweitet. Deshalb also ein Szenario aus der Normandie.

 

AAR Szenario: B&T Battle – Last Stand of the 102. Schwere PzAbtlg.

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Lage: Östlich von Falaise stehen die Überreste der 102. SS Schwere PzAbtlg. um gemeinsam mit ein paar versprengten Panzergrenadieren den Vorstoß der britischen Armee aus Falaise aufzuhalten oder zu verlangsamen. Die Briten haben Sherman „Firefly“ im Einsatz. Meine Aufgabe ist damit klar: Soviel wie möglich Gegner zerstören oder verlangsamen.

Der Plan

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Der Plan: Die beiden Tiger werden zur PAK auf den kleinen Hügel zur rechten fahren und dort „Wanne-unten-Positionen“ einnehmen. Der Panther wird rechts zwischen zwei Bäumchen schleichen und die Panzergrenadiere am Bauernhof unterstützen. Die PAK und die Panzergrenadiere haben Feuerbereiche eingeteilt bekommen. Die PAK wird erst ab 450m Entfernung auf Panzer schießen, die Panzergrenadiere eröffnen ab einer Entfernung von 50m das Feuer auf alles was sich nähert. Den zweiten Panzerschrecktrupp lasse ich per LKW zur bereits eingenommenen Fahne zur Schonung fahren. Dort soll er die Kreuzung abdecken.

Welche Panzer stehen zur Verfügung?

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Panzer V „Panther“ Ausf.G mit 75mm L/70.

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Zwei Panzer VI „Tiger I“ Ausf.E mit 88mm L/56
1x Panzergrenadierkompanie, dezimierte Stärke
2x Panzerschrecktrupp
1x 75mm L/46 Panzerabwehrkanone.

Verstärkung

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Tollerweise passiert in den ersten drei Minuten nichts und ich kann mich freuen, dass meine Einheiten sich planmäßig auf die gedachten Stellungen zu bewegen. Alle bis auf LKW und Panzerschreck halten sich an die Befehle. Irgendwie hat der LKW einen anderen Befehl bekommen und rast wie der Teufel auf den Wald zu. Der Panzerschrecktrupp wartet indes am Straßenrand. Der LKW erhält erneut (evtl. hab ich es auch vergessen?) den Befehl den Trupp abzuholen. Hoffentlich hält er sich diesmal dran.

In der vierten Minuten erhalte ich Verstäkung. Zwei weitere Panzergrenadierzüge, eine weitere PAK 75mm L/46, ein weiterer Panzer VI „Tiger“ Ausf.E sowie ein Wirbelwind Flakpanzer stehen mir nun zur Verfügung. Ich plane, diese Einheiten dem Panther zur Verstärkung zu geben, lasse sie aber direkt nach 50m Stellung beziehen. Damit ist die Verteidigungslinie etwas gestaffelt.

Feindkontakt

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Kaum setzt sich die Verstärkung in Bewegung höre ich Schüsse aus Richtung Chambois. Meine Einheiten vermuten Shermans entdeckt zu haben. Keine meiner Einheiten haben ein gutes Sichtfeld auf die vermuteten Einheiten.

Ich lasse die PAK neben dem Panther in Stellung gehen (1) und hoffe, dass die Panzergrenadiere bald ihre Positionen erreichen (2).

Der Feind

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Der Wirbelwind Flakpanzer wird durch den bislang unbekannte Feind beschossen und eine Person der Crew fällt getroffen aus, nachdem ein Abpraller Splitter ins Innere regnen ließ. Der Feind präsentiert sich in hoher Anzahl. Mehr als 5 Sherman Kontakte und ein paar Stuarts können ausgemacht werden. Noch schießt keine meiner Einheiten auf den Gegner. Ich möchte konzentriertes Feuer haben und lasse noch abwarten. Zu meinem Glück erhalte ich weitere Verstärkung zur sechsten Minute: 2x Panzer V „Panther“ Ausf. A verstärken meine beiden Tiger auf der linken Seite. Diese lasse ich weiter nach vorne zur Kreuzung fahren. Zusätzlich wird der Artilleriebeobachter die 80mm Mörser zum Gegner lenken.

Auf dem oberen Bild ist auch klar zu erkennen, wie der „Fog of War“/“Nebel des Kriegs“ arbeitet: Was ich nicht klar identifiziere bekommt nur eine Kontaktklassifizierung nach Geräusch (Größe des Kontakts, z.B. rechts außen nur das Bild eines Kästchenpanzers). Nach Feindsichtung wird daraus der Typ (links). Verlassen diese Einheiten wieder mein Sichtfeld werden Nationssymbole bei den letzten vermuteten Stellungen abgebildet (links, britische RAF Kennung).

Siebte Minute

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Die Mörser schlagen mitten in den feindlichen Vormarsch ein. Ein Panther Ausf.A mischt bei freier Sicht auch noch mit, bislang kann aber noch kein Abschuss gemeldet werden. Bald sind alle Gegner in Kernschussweite.

Kommando: „Panzerbrechend, Feuer frei“

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Der erste Abschuss. Ein M5 Halbkettenfahrzeug ist unvorsichtigerweise in die Schusslinie eines Panther Ausf. A gefahren und wird ausgeschaltet. Erneut erhalte ich Verstärkung in Form eines Panzer VI „Tiger“ Ausf.E der über eine Nebenstraße den Weg gefunden hat. Er steht am nächsten am Feind, hat aber keine Sichtlinie. Ich werde ihn nicht in die Sichtlinie einer Kompanie oder mehr Sherman „Firefly“ schicken und lasse ihn etwas zurück in weitere Deckung fahren. Evtl. kann er dem Feind später in die Flanke rücken.

8. Minute

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Sowohl der Tiger (2) als auch ein Panther (1) eröffnen das Feuer auf einen Sherman Firefly VC. Meldung: Front Turm Durschlag, ausgeschaltet. Der Firefly zerplatzt regelrecht. Die Briten fahren durch den 80mm Granathagel der Mörser und halten weiter auf die Zielgebiete zu.

9. Minute

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Dieser Panzer V „Panther“ Ausf.A hat bereits zwei Sherman zerstört. Sieht gut aus bislang. Ich gehe nicht davon aus, dass die Briten meiner Feuerkraft auf Reichweite etwas entgegenzusetzen haben. Ich erhalte noch eine Verstärkung. Ein versprengter Jagdpz IV 70/A stößt zu uns. Ich lege eine Position rechts in einer Schonung, neben dem erfolgreichen Panther für ihn fest. Und erneut wird ein Sherman ausgeschaltet.

Luftangriff, Deckung!

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Die feindliche Luftüberlegenheit kommt nun ins Spiel. Eine Hurricane IIC greift mit zwei Bomben die Stellung im hinteren Bereich an. Sowohl ein Tiger (1) als auch der Jagdpanzer IV 70/A (2) werden durch Nahtreffer beschädigt. Die Besatzung des Jagdpanzers bootet aus, die des Tigers klappen die Luken zu und versorgen den verletzten Panzerkommandanten. zusätzlich ist die rechte Kette gerissen. Zeit, ein paar Fahrzeuge zu verlegen. Die Briten verschießen nun auch eine Menge Rauchgranaten um mir die Sicht zu nehmen. Eine Wolverine Panzerjäger taucht am Horizont bei den Briten auf und setzt zwei Treffer auf meinen Panther A ab. Die Geschosse schlagen nicht durch, aber hier wird der Ladeschütze verletzt.

12.Minute – Ausfall Nummer 1

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Ich habe zwar die Panther nach hinten verlagert, dies hindert die Wolverine aber nicht daran, noch zwei Treffer zu landen, einer davon tödlich. Gleichzeitig setzt die Hurricane IIC wieder an und trifft meinen Tiger in der rechten Flanke an der Kette. Dieser verlegt gerade auch etwas nach vorne. Die britische Infanterie ist nun schon auf 70m an die ersten Häuser herangekommen. Der Tiger rechts in der Mitte nimmt diese aufs Korn und setzt Sprenggranaten ein.

Stand 12. Minute

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Die Briten kommen mit Infanterie über die bewaldete Schonung sowie Shermans und mind. einem Wolverine über die Straßenrichtung.

Fünfzehn Minuten

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Nach fünfzehn Minuten Kampf bin ich mir nicht ganz so sicher, wie soeben noch. Mein Panther liegt schwer unter Feuer, alle Fahrzeuge kommen Runde für Runde unter Jagdflugzeugbeschuss. Gottseiddank, denn die Hurricane hat nur noch MG-Munition an Bord. Sie sorgt allerdings dafür, dass meine Panzerkommandanten die Luken dicht haben und den Feind schlecht sehen. Dieser Tiger (1) deckt die rechte Seite, während dieser Tiger (2) nach vorne fährt um ein besseres Schussfeld zu haben. Diese beiden bei (3) Panther und Tiger feuern auf Infanterie mein Panther A hier (4) wurde bereits mehrfach ohne Durchschlag getroffen.

Britischer Hauptangriff

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Mit sechs Shermans, drei Stuarts und ein paar Daimler Aufklärungsfahrzeugen versuchen die Briten durchzubrechen, werden aber eiskalt durch die Tiger und Panther beschossen. Mindestens drei Shermans, zwei Stuarts und alle Daimler werden vernichtet. Ein Panzergrab entsteht neben der Straße.

Ausfall Nummer 3

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Der letzte Panther Ausf.A erledigt einen Sherman wird aber gleichzeitig von einem zweiten Sherman Firefly beschossen. Nach 45 Sekunden und vier Schuss erfolgt ein Durschlag am Turmschwachpunkt. Die Besatzung des Panthers bootet aus.

Ausfall Nummer 4 und flammendes Inferno

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Am Bauernhof ist im Schutze des Rauches ein Wasp Flammenwerfer herangefahren und nimmt die Infanterie im Feld aufs Korn. Die Panzergrenadiere im Haus machen kurzen Prozess mit dem Wasp. Gleichzeitig verliert auf der rechten Seite ein Tiger den Kampf mit einem Sherman Firefly und wird durch einen Turmtreffer ausgeschaltet. Jetzt wirds ernst denn ich habe noch drei Tiger (einer unbeweglich), einen Panther Ausf.G und zwei PAK sowie die Panzergrenadiere um mit noch mindestens 12 Shermans fertig zu werden.

Zwanzigste Minute

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Die Briten rollen weiter vor und werden durch die Tiger angegangen. Mindestens ein Sherman wird ausgeschaltet.

Panzerschreck greift an

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Ein Sherman Firefly schafft es, am Bauernhof vorbei Richtung Felder anzugreifen. Aus dem Haus machen die Panzergrenadiere ihre Hohlladungen bereit und der Panzerschrecksoldat erhebt sich aus seiner Deckung um den Panzer anzugreifen und erledigt ihn mit dem ersten Schuss. Danach wird er selbst aber durch den nachfolgenden Panzer unter Beschuss genommen.

Ausfall Nummer 5

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Tiger Nummer 2 wird schwer getroffen und fängt an zu brennen. Die Besatzung bootet aus.

Taktischer Sieg

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Nach 35 Minuten ist dieses Szenario vorbei. Ich habe einen taktischen Sieg errungen.Die Briten haben noch ein Sherman, einen Stuart und zwei Priest Kangaroo Schützenpanzerwagen sowie ein wenig Infanterie. Ich selbst verfüge noch über eine PAK, zwei Tiger und einen Panther. In der Realität wurden die Reste der 102. schw. PzAbteilung ausgelöscht. Die Tiger und Panther haben hier schrecklich unter den Shermans und Stuarts gewütet. 26 Feinfahrzeuge wurden vernichtet, bei acht eigenen Verlusten, darunter zwei Panther und zwei Tiger.

Von dem Szenario hätte ich mir allerdings mehr erwartet. Ich selbst habe Szenarien für dieses Programm geschrieben und ich denke, man kann den Angriff der Briten verbessern. Ich werde nochmal antesten, ob evtl. ein KI-Vorteil dieses Szenario interessanter macht. Dann werde ich dieses AAR updaten.

 

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Kommandant

KommentareKommentieren

  • Hallo 🙂

    Jemanden wie Dich bräuchten wir unbedingt in unserem Clan bei WoT (World of Tanks) -> sind momentan am Taktiken einüben, trainieren.

    Tolle Seite!

    • Danke für die Lorbeeren. Bin allerdings auch schon in einem WoT-Clan: OM-V = AMAT VICTORIA CURAM. Das ist ein Bruderclan von Odem Mortis. Das Problem ist nur, dass man die echten Taktiken nur bedingt in ein Spiel wie WoT bringen kann. In WoT prallen Panzer von 1934 bis 1960 aufeinander. Das Balancing ist mies und die Arty ist in diesem Spiel wegen des Balancings und nicht wie in der Realität. Außer Fokusfeuer und Arty-Safe kann man da nur Kartentaktik ausspielen. Vielleicht sieht man sich im Game. Würd mich freuen. 😉

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