Tag - Tiger

Tiger gegen Sherman Panzer

Tiger Testreihe

Im Rahmen einer kleinen Testreihe möchte ich die Kampffähigkeiten von verschiedenen Panzern des Zweiten Weltkriegs demonstrieren. Als erstes zeige ich den Schusswechsel von 2 schweren Tiger I Ausf.E Panzern gegen 5 mittleren M4 Sherman Panzern. Getestet wird im Spiel „Combat Mission: Battle for Normandy“ von battlefront.com. Ich bin mir bei dieser „Kriegssimulation“ der taktischen Ebene sehr sicher, dass die Waffensysteme, Projektile und Panzerungen inkl. Winkel berechnet werden und nicht abstrakt dargestellt werden.

Ich habe eine kleine Ebene von 1km x 500m als Schlachtfeld aufgebaut. Die Panzer stehen sich auf 800m Entfernung auf freier Fläche gegenüber, teils versetzt. Dies ist natürlich keine realistische Kampfsituation, soll aber erstmal zeigen, was passiert. In einem zweiten Teil, werden dann Flankenangriffe aus geringerer Entfernung simuliert.

Hier das Video des Tests.

Das Ergebnis ist eindeutig. Auf diese Entfernung haben die Sherman Panzer kaum eine Chance den Tiger auszuschalten. Die amerikanischen Panzer landen zwar Treffer, meistens treffen diese den starken Wannenkörper und dringen nicht ein, auch nicht partiell. Etwas Panzerung springt ab, Durchschläge werden nicht erzielt. Ein Teil der Ausrüstung wird beschädigt, wie Optik oder MG, Funk. Auf der Gegenseite sind die meisten Treffer fast immer teilweise Durchschläge oder ausschaltende Treffer. Und dann nochmal ein wenig cineastischer und näher:

In der nächsten Serie schauen wir uns dann Schüsse auf den Tiger von der Seite an.

PzKpfw VI – Panzer VI – Tiger

PzKpfw VI, SDKFZ 181 – „Tiger“

Als Ersatz für den PzKpfw IV bzw. als schwerer Mittelpunkt einer Panzergruppe ging das Heereswaffenamt daran, einen schweren 60 Tonnen Panzer in Auftrag zu geben. Trotz aller Kritik – schließlich konnte man für den Tiger I drei Jagdflugzeuge Bf109 oder zwei Panther bauen – wurde ein Panzer gebaut, der die Panzerausführung der 8,8cm FlaK 36 aufnehmen sollte. Das Ergebnis war der bis dahin schwerste Panzer auf dem Schlachtfeld. Im Wettlauf mit Porsche konnte Henschel den Auftrag zur Serienproduktion heranholen. Im Juli/August 1942 fing die Produktion an.

Zuerst noch als PzKpfw VI Tiger Ausf.H genannt, dann ab etwa August 1944 auch PzKpfw VI Tiger Ausf. E, nur noch Tiger I oder Tiger E bezeichnet. Meist reichte die Nennung des Wortes Tiger schon aus, um den alliierten Soldaten den Angstschweiß auf die Stirn zu bringen.

In den zwei Jahren August 42 bis August 44 in denen der Tiger produziert wurde, liefen 1354 Exemplare vom Band. Die Leistungen der Serienfahrzeuge übertrafen die geplanten Parameter deutlich – aber schließlich war der Prototyp auch 11 Tonnen leichter – und damit war der Tiger einer der robusteren und starken Panzer des Zweiten Weltkrieges. Beim Tiger I handelte es sich auch um den ersten deutschen Panzer, bei dem überlappende, versetzte Laufräder eingesetzt wurde – mit Erfolg. Denn dieser Typ verringerte den Verschleiß an Gummi und verlängerte die Nutzungsdauer der Räder – mit Kosten auf die Geräuschkulisse. Das Gewicht des Panzers konnte mittels dieser Laufräderanordnung gut verteilt werden und ermöglichten relativ gute Geländegängigkeit.

Die ersten beiden Einsätze gerieten nach Schilderungen dieser Gefechte zu einem Desaster. Dies lag an der Ungeduld, dass der Panzer doch endlich einsatzfähig sein sollte und dem völlig unzureichenden Gelände. Der Einsatz des Tigers als Wunderwaffe wurde überhastet in unwegsamen Gelände bei kleineren Auseinandersetzungen durchgeführt. Alle drei Faktoren zusammen sind ausgesprochen tödlich für den Tiger.

In einem späteren Einsatz konnte sich dann aber der Tiger I beweisen – beim Gefecht der 502. Schweren Panzerabteilung am 12.Januar 1943: „Die Lage war kritisch, und die vier Tiger unter Oberleutnant von Gerdstell wurden zur Unterstützung der Infanterie ausgesandt. Während des heftigen Schusswechsels wurden zwölf T-34 vernichtet, während die übrigen die Flucht erfgriffen…“

 

Einsatzzeit: Juli/August 1942-45
Bewaffnung:
Ausf. H/E: 1 x 8,8cm-KwK 36L/56, 2 x 7,92mm MG
Besatzung: 5 Mann
Gefechtsgewicht:
Ausf. H/E: 56,9 t
Panzerung:
Ausf. H: Turm: 82-100 mm; Wanne: 63-102 mm
Ausf. E: Turm: 82-110 mm; Wanne: 63-102 mm

PzVI Ausf. E der  SSPzAbt101 in der Normandie 1944