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M4 – Sherman

Der M4 Sherman wurde 1942 in Dienst gestellt und von der US-Army und den meisten Alliierten während des Zweiten Weltkriegs und danach eingesetzt. Er war der zahlenmäßig stärkste mittelschwere Panzer im Zweiten Weltkrieg und wurde in mehreren Varianten umgebaut. Zur Zeit des Koreakrieges wurden immer noch viele M4 „Sherman“ A3 eingesetzt.

Am 29.August 1940 wurde die Arbeit an einem mittelschweren Panzer aufgenommen, der eine 75mm-Kanone in einem 360° schwenkbaren Turm haben sollte. Der neue Panzer erhielt die Bezeichnung „mittelschwerer Panzer T6“. Der T6 wurde im September 1941 als mittelschwerer Panzer M4 standardisiert. Alle Modelle waren unter dem Namen „Sherman“ bekannt.

M4 Sherman

M4 Sherman

Wie geplant wog der M4 Sherman ca. 30 Tonnen und war mit einer 75mm-Kanone M2 bestückt. Der Turm war ein Rundguss aus einem Stück und an der Stirnseite 76,2mm dick. Die Schwenkung des Turms war motorgetrieben und die Höheneinstellung der Kanone durch einen Kreiselstabilisator kontrolliert. Der untere Teil der Wanne war geschweißt, während der Bau der oberen Wanne eine gewissen Ähnlichkeit mit anderen Modellen aufwies: so hatte der M4 Sherman ein geschweißtes Wannenoberteil, während der M4 „Sherman“ A1 ein gegossenes, abgerundetes Wannenoberteil hatte. Beide waren ungefähr 50,8 mm dick.

Der Sherman sollte den M3 als mittelschweren Panzer ablösen. Während der Produktionszeit wurden 49.230 Panzer inkl. aller Varianten gebaut und laufend verbessert. Die wichtigsten Verbesserungen lagen im Bereich von Bewaffnung, Stauraum für Munition und am Fahrwerk.

Die ersten Modelle des M4 Sherman hatten die M2-Kanone, aber schon im September 1940 hatten die Panzerinspekteure eine höhere Mündungsgeschwindigkeit verlangt. Diese Anforderung wurde durch die 75mm-Kanone M3 im Juni 1941 erfüllt. Diese Kanone verschoss panzerbrechende Munition mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 619m/s anstelle von 564m/s. Das längere Rohr wurde durch den Einbau eines neuen Kreiselstabilisators besser im Gleichgewicht gehalten und die Drehung des Verschlusses, wodurch die Sperre waagrecht zu öffnen war, ließ eine stärkere Senkung des Kanonenrohrs zu.

 

M4 Sherman

M4 Sherman

76mm-Kanone im M4 Sherman

Obwohl die 75mm-Kanone als Standardwaffe angenommen wurde, vertrat das Waffenamt die Ansicht, dass eine größere Durchschlagskraft wünschenswert sein würde. Es wurde die 76mm-Kanone T1 entwickelt, die aber auch keinen Durchbruch verschaffte. Später wurde der Turm des mittelschweren Panzers T23, der eine 76mm-Kanone hatte, auf die Shermanwanne aufgesetzt. Diese Verbesserung war so durchschlagend, dass sofort die Genehmigung für den Bau solcher Modelle gegeben wurde. Eine weitere Verbesserung kam durch den Einsatz von 105mm-Haubitzen hinzu. Diese Fahrzeuge (4.680 Stück) wurden in der Ausführung M52 zur Feuerunterstützung den Stabskompanien zugeteilt.
Die ersten Modelle des Sherman hatten einen unglücklichen Ruf wegen der Feueranfälligkeit wenn Sie von Panzerabwehrfeuer getroffen wurden (brewing up). Schauen Sie sich das Video unten an um weitergehende Erklärungen zu bekommen. Deswegen wurden Stauregale mit Wasserbeuteln angebracht um die Munition besser zu schützen. Die halbfeste Haubitzenmunition wurde mit weiteren Panzerplatten bedeckt.

Um die Stabilität bei der Fahrt zu verbessern und den Bodendruck zu verringern wurden Versuche mit verschiedenen Laufwerken und Ketten angestellt. Das wegen der senkrechten Spiralfedern als charakteristisch für den Sherman betrachtete Laufwerk stammte wie die Ketten aus dem M2, der 10 Tonnen leichter war als der Sherman. Es wurde daher ein neues Laufwerk mit waagrechten Spiralfedern und 58cm breiten Ketten gebaut. Die Modelle mit dem neuen Laufwerk bekamen die Bezeichnung HVSS angehängt und wurden als Easy Eight bezeichnet.

Datenblatt M4 Sherman

Einsatzzeit: 1942-1979
Bewaffnung:
1x75mm-Kanone M3), 1x 0,3 inch-MG M 1919A4 koax, 1x 0,5 inch-MG,1x 0,3 inch-MG, 1x 2inch-Rauchmörser M3
Besatzung: 5Mann
Gefechtsgewicht: 31,56t
Panzerung: 15mm – 100mm

 

T-34

Der T-34

T34-76

T34-76

Der Panzer der den größten Einfluss auf die deutschen Panzerkonstrukteure hatte, war eindeutig der T-34. Der sowjetische Konstrukteur Michail Koshkin, der zusammen mit Alexander Morosow und Nikolai Kutscherenko in der Komintern-Fabrik bei Charkow an einem mitlleren Panzer von 20 Tonnen arbeitete nutze die BT-Reihe als Ausgangspunkt für den T-34. Die von Koshkin geleitete Gruppe arbeitete die entsprechenden Pläne und Prototypen aus.Nach Verstärkung von Panzerplatten und einer besseren Kanone wurde die Variante T-34 zur Produktion als Serienfahrzeug genehmigt. weiter lesen

PzKpfw VI – Panzer VI – Tiger

PzKpfw VI, SDKFZ 181 – „Tiger“

Als Ersatz für den PzKpfw IV bzw. als schwerer Mittelpunkt einer Panzergruppe ging das Heereswaffenamt daran, einen schweren 60 Tonnen Panzer in Auftrag zu geben. Trotz aller Kritik – schließlich konnte man für den Tiger I drei Jagdflugzeuge Bf109 oder zwei Panther bauen – wurde ein Panzer gebaut, der die Panzerausführung der 8,8cm FlaK 36 aufnehmen sollte. Das Ergebnis war der bis dahin schwerste Panzer auf dem Schlachtfeld. Im Wettlauf mit Porsche konnte Henschel den Auftrag zur Serienproduktion heranholen. Im Juli/August 1942 fing die Produktion an.

Zuerst noch als PzKpfw VI Tiger Ausf.H genannt, dann ab etwa August 1944 auch PzKpfw VI Tiger Ausf. E, nur noch Tiger I oder Tiger E bezeichnet. Meist reichte die Nennung des Wortes Tiger schon aus, um den alliierten Soldaten den Angstschweiß auf die Stirn zu bringen.

In den zwei Jahren August 42 bis August 44 in denen der Tiger produziert wurde, liefen 1354 Exemplare vom Band. Die Leistungen der Serienfahrzeuge übertrafen die geplanten Parameter deutlich – aber schließlich war der Prototyp auch 11 Tonnen leichter – und damit war der Tiger einer der robusteren und starken Panzer des Zweiten Weltkrieges. Beim Tiger I handelte es sich auch um den ersten deutschen Panzer, bei dem überlappende, versetzte Laufräder eingesetzt wurde – mit Erfolg. Denn dieser Typ verringerte den Verschleiß an Gummi und verlängerte die Nutzungsdauer der Räder – mit Kosten auf die Geräuschkulisse. Das Gewicht des Panzers konnte mittels dieser Laufräderanordnung gut verteilt werden und ermöglichten relativ gute Geländegängigkeit.

Die ersten beiden Einsätze gerieten nach Schilderungen dieser Gefechte zu einem Desaster. Dies lag an der Ungeduld, dass der Panzer doch endlich einsatzfähig sein sollte und dem völlig unzureichenden Gelände. Der Einsatz des Tigers als Wunderwaffe wurde überhastet in unwegsamen Gelände bei kleineren Auseinandersetzungen durchgeführt. Alle drei Faktoren zusammen sind ausgesprochen tödlich für den Tiger.

In einem späteren Einsatz konnte sich dann aber der Tiger I beweisen – beim Gefecht der 502. Schweren Panzerabteilung am 12.Januar 1943: „Die Lage war kritisch, und die vier Tiger unter Oberleutnant von Gerdstell wurden zur Unterstützung der Infanterie ausgesandt. Während des heftigen Schusswechsels wurden zwölf T-34 vernichtet, während die übrigen die Flucht erfgriffen…“

 

Einsatzzeit: Juli/August 1942-45
Bewaffnung:
Ausf. H/E: 1 x 8,8cm-KwK 36L/56, 2 x 7,92mm MG
Besatzung: 5 Mann
Gefechtsgewicht:
Ausf. H/E: 56,9 t
Panzerung:
Ausf. H: Turm: 82-100 mm; Wanne: 63-102 mm
Ausf. E: Turm: 82-110 mm; Wanne: 63-102 mm

PzVI Ausf. E der  SSPzAbt101 in der Normandie 1944

PzKpfw V – Panzer V – Panther

Der Panther

Panzer V Ausf.A  in Italien Division Hermann Goering

Panzer V Ausf.A in Italien Division Hermann Goering

Anfang Oktober 1941 erschien der neue sowjetische T-34 auf dem Schlachtfeld und die Deutschen hatten selbst mit ihrem PzKpfw IV das Nachsehen. Die deutschten Panzerkonstrukteure hätten den T-34 am liebsten nachgebaut, hatten aber zu wenige Rohstoffe wie z.b. Aluminium. Das Heer stellte die Forderung auf, dass neben einem schweren Panzer mit 60Tonnen auch ein mittelschwerer Panzer mit 35 Tonnen produziert werden sollte. In erstaunlich kurzer Zeit waren dann die Prototypen für den PzKpfw V fertig. Während das Modell von DaimlerBenz fast eine genaue Kopie des T-34 war, konnte das Modell von MAN überzeugen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil in den Turm des DaimlerBenz-Modells die neue L/70-Kanone von Rheinmetall-Borsig nicht mehr hereinpasste. Die durchdachte Konstruktion war ein wesentlicher Vorteil für den Panther: man konnte in der gleichen Arbeitszeit zwei Panther anstatt von einem Tiger bauen. weiter lesen