Panzer IV – PzKpfw IV

PzKpfw IV – Panzer IV

Der Panzer IV war der einzige deutsche Panzer, der während des ganzen Zweiten Weltkriegs ständig in Produktion blieb, er war sogar – mit Ausnahme des T-34- länger in Produktion als irgendein anderer Panzer dieses Kriegs. Deswegen wird der Panzer IV auch generell als das Arbeitspferd der deutchen Panzerdivisionen betrachtet.

Panzer IV

Panzer IV

Während Daimler-Benz den Panzer III baute, wurde der Panzer IV von Krupp als Infanterieunterstützungspanzer hergestellt. Weil er größer war, konnte er mit stärkeren Waffen bestückt werden und wurde schließlich, neben dem Panzer V, zum Hauptkampfpanzer des Heeres.

Panzer IV H - camo

Panzer IV H – camo

1939 kam die Serienproduktion mit dem Panzer IV, Ausf.D zum Heer. Die Gefechtserfahrung war, dass diese Ausführung in dieser Form ein brauchbares, gut ausgelegtes Modell war. Nur die Panzerung war zu leicht, so dass die Nebenaufgabe, auch den Panzer III zu unterstützen nicht erfolgreich durchgeführt werden konnte. Bis zum 462ten Fahrzeug der Ausf.F1 hatten alle Modelle die kurze 7,5cm-KwK L/24 eingebaut. Dann wurde mit dem Modell F2 die längere 7,5cm-KwK L/43 eingebaut. Dadurch wurde der Panzer IV zur schlagkräftigen Waffe und seiner Rolle als Kampfpanzer gerecht. Er verdrängte den Panzer III völlig aus dieser Rolle und war in der Lage es mit dem T-34 aus gleichen Entfernungen aufzunehmen, auch wenn er dadurch nicht zu einer ernsthaften Gefahr wurde. Sehr viele der früheren Modelle wurden deshalb auf die L/43 umgebaut. Die Ausf.G unterschied sich nur durch stärkere Panzerung und seitliche Abstands-Panzerplatten (Panzerschürzen), wurde aber im Lauf der Produktion auch mit der 7,5cm-KwK L/48 ausgerüstet. Die Ausf. H und J erhielten eine doppelte Mündungsbremse.

Bis 1945 wurden über 8.600 Exemplare gebaut, was für die Zuverlässigkeit dieses Modells spricht.

Panzer IV F2

Panzer IV F2

Gefechtseinsatz Panzer IV

Am 26. November 1942 näherte sich ein deutscher Panzertrupp bestehend aus dreizehn Panzer III und Panzer IV dem 1. Bataillon A-und B-Kompanie, US 1/13 Armored Regiment, die den Eingang zum Chouigui-Pass entlang der Mateur Straße bewachten. Kompanie A, befehligt von Major Carl Siglin, verteidigte den Eingang des Passes während Kompanie B, von Major William Tuck befehligt, sich auf einem Hang positionierte um in einer Hügelstellung mit „Rumpf-Unten“ den Feind von links hinten anzugreifen, sobald das Feuer eröffnet wurde. Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant John K. Waters, befahl eine Panzerjäger-Abteilung nach vorne um die Panzer III und Panzer IV anzugreifen. Die drei Panzerjäger (wahrscheinlich eher die Halbekttenfahrzeuge M3, M15 oder M16 mit einer 75mm Kanone)  eröffneten das Feuer auf einer Reichweite von 1.000 Metern. Die Panzerjäger hatten keine Armor Piercing (AP) oder High Explosive Anti Tank (HEAT) Munition, und nachdem ca. 30 High Explosive (HE) Geschosse ohne Wirkung gegen die Panzer blieben, zogen sie sich zurück. Die deutschen Panzer setzten ihren Vormarsch fort  und die erste Panzerschlacht zwischen amerikanischen und deutschen Einheiten im Zweiten Weltkrieg: „Die Schlacht von Happy Valley“, begann. Der amerikanische Panzerfahrer lernte schnell dass die vielgepriesene 37mm-Kanone gegen deutsche Panzer ineffektiv war. Kompanie A griff  in den Pass an um die Panzer IV auf kurze Entfernung zu stellen, aber innerhalb von zehn Minuten wurden die Hälfte der zwölf M3 Stuart Panzer zerstört. Die deutschen Panzer übersahen allerdings die B Kompanie und die M3 Stuart Panzer in „Rumpf-Unten“Stellung. Sechs Panzer IV und mindestens ein Panzer III fielen dem seitlichen Angriff zum Opfer. Der Rest der deutschen Panzer zog sich zurück. Die erste Panzerschlacht zwischen Amerikanern und Deutschen hatte mit einem Unentschieden geendet.

Videos zum Panzer IV

Datenblatt Panzer IV

Einsatzzeit: 1936-45
Bewaffnung:
Ausf. A: 1×7,5cm-KwK L/24, 2×7,92mm MG
Ausf. B, C/D, E,F1: 1×7,5cm-KwK L/24, 1×7,92mm MG
Ausf. F2/G: 1×7,5cm-KwK L/43, 2×7,92 mm MG
Ausf. H/J: 1×7,5cm-KwK L/48, 2×7,92cm MG
Besatzung: 5Mann
Gefechtsgewicht:
Ausf. A-C: 15,0 t
Ausf. D-E: 19,4 t
Ausf. F-G: 20,0 t
Ausf. H: 21,6 t
Ausf. J: 22,3 t
Panzerung:
Ausf. A-C: 14,5mm – 90,0mm
Ausf. D-G: 30,0mm – 90,0mm
Ausf. H/J: 30,0mm – 80,0mm + Zusatzplatten

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  • Hallo,

    Ich mache ein bisschen Erfahrung ueber den Schlacht des Choigui Pass, und ich bin zu ihre Webseite gekommen. Ich habe hier gelesen, dass sechs Panzer III und mindustens ein Panzer IV gefallen sind, und ich bin darueber etwas confused. Die meiste Amerikanisher Texten darueber schlagen vor, dass sechs Panzer IV und nur ein Panzer III gefallen sind. Ich will beide perspektiven studieren, bevor ich mich darueber sicher mache. Also, duerfte ich Ihnen mal fragen, wovon Sie diese Information bekommen habe?

    • Hello Mr Singer,

      thanks for dropping your comment on my blog http://www.panzertaktik.de. You enquired about the Battle for the Chouigui Pass. I have taken my notes on the article and i have to admit that i was wrong. In my transfer from my handwritten notes its clearly 6 PzIV and at least 1 Pz III. Your sources and mine are correct. I have changed the respective article on my blog accordingly.

      Following sources i had at my disposal:

      Freeland A. Daubin, ―The Battle of ‗Happy Valley, 24 April 1948, MHI, 9
      Wurth, S. Greg, – 1st Armored Division WWII and Beyond, Turner Pub Co (17. Juni 2005)
      Forty, George, Die deutsche Panzerwaffe im Zweiten Weltkrieg, Bechtermünz Verlag 1987

      Thanks for pointing this out to me and thanks for your comment.

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